Fortbildung

Demokratisch handeln – Miteinander gegen Hetze

Fortbildungsreihe zur Aktivierung und Erweiterung von Handlungskompetenzen, gegen Ausgrenzung und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit.

Gemeinsam mit dem Pädagogen Andreas Mischok bieten wir eine Fortbildungsreihe an. In mehreren Seminaren können Interessierte Wissen und vor allem Handlungskompetenzen erlernen wie Hetze, Ausgrenzung und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit begegnet werden kann. Denn eine demokratische Haltung wird erst in Handlungen sichtbar und wirkungsvoll.


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Block 1:
Workshop Rechtsextremismus-Prävention:

01.-03. Dezember 2017 – Seminarort Gedenkstätte Ahlem

Seit 2015 gibt es immer mehr (militante) Anschläge auf Flüchtlinge und ihre Unterkünfte, nicht nur PEGIDA betreibt Hetze gegen Muslime und „Fremde“. Ermittlungen zum „NSU-Komplex“ zeigen Widerstände gegen die Aufklärung rassistischer Morde auch in staatlichen Instanzen. Der Einzug der AfD in den Bundestag nach der Wahl 2017 wird durch eine Zunahme der Verbreitung gruppenbezogener, menschenfeindlicher Einstellungen in Deutschland begleitet.

Rechte und rechtsextreme Botschaften erreichen auch Jugendliche, besonders in Bildungszusammenhängen kann und muss hier interveniert werden. Cameo Kollektiv e.V. will pädagogisch Tätige darin unterstützen, in Schule und Jugendbildung aktiv für Demokratie und Menschenrechte einzutreten. Theoretische und praktische Inhalte werden in diesem Seminar kombiniert, um neben einem umfangreichen Informationsfluss auch eine Aktivierung der Teilnehmenden zu bewirken.

 

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Block 2:
Workshop Betzavta / Miteinander:

14.-16. April 2018 – Seminarort in Hannover

Die Methodensammlung Betzavta / Miteinander ermöglich int hervorragender Weise eine Auseinandersetzung mit der eigenen Haltung zur Demokratie. In teilweise spielerischen Übungssituationen erfahren die Teilnehmenden, wie unüberprüfte Annahmen oftmals zur Grundlage von Entscheidungen und daraus folgenden Handlungen werden.

Die Betzavta-Übungen wurden in Israel auf Basis einer Theorie entwickelt, die „vier Wege zur demokratischen Entscheidungsfindung“ beinhaltet, diese Wege werden im Workshop vermittelt. Darin steht an oberster Stelle die Anerkennung des prinzipiellen gleichen Rechts aller, nach den eigenen Werten und Normen leben zu können. Auf der Grundlage dieses Prinzips werden vielfältige Übungssituationen geschaffen, in denen Teilnehmende sich ihrer individuellen Freiheit bewusst werden können, dann aber auch Verantwortung tragen, anderen die gleichen Freiheiten zuzugestehen. Da das Programm sowohl die kognitive als auch die emotionale Erkenntnisebenen anspricht, werden Verhaltens- und Einstellungsänderungen möglich, die auch in emotional aufgeladenen Situationen wirksam bleiben.

 

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Block 3:
Workshop zu Befreiungstheater von Augusto Boal:

26.-28. April – Seminarort in Hannover

„Sein Leben lang beschäftigte sich Boal mit der Entwicklung eines Theaters, das die Welt nicht so akzeptiert, wie sie ist, sondern eingreift: Ein Theater, das ungerechte und unterdrückerische Realitäten hinterfragt und sie verändert – auf der Bühne wie im Leben.“ (Till Baumann über Augusto Boal)
Diese Entwicklung fand in Südamerika und Europa statt, die Befreiung Einzelner von Situationen und Zuständen der Unterdrückung betrieb Boal überall, wo er sie wahrnahm. Im Workshop können die Teilnehmenden Beobachtungen aus dem eigenen Alltag einbringen, Unterdrückung benennen und ihre Haltung dazu auf der Bühne und im Zusammenspiel mit anderen reflektieren. Die Betrachtung einer Situation aus unterschiedlichen Perspektiven durch Übernahme unterschiedlicher Positionen vermittelt Denkanstösse und eröffnet neue Handlungsoptionen für Alltagssituationen.

 

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Anmeldung, Kontakt und Informationen:

Andreas Mischok

fortbildung@cameo-kollektiv.de

+49 (0) 176-20099679


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